Wie wichtig ist es, dass in Feuerstätten trockenes Holz verbrannt wird?
Frisch geschlagenes Holz hat einen Wasseranteil von ungefähr 50%. Nach ca. 1 Jahr beträgt der Restfeuchteanteil immer noch ca. 30-35 %.
Holz ist dann als Brennstoff geeignet, wenn der Restfeuchteanteil unter 20 % liegt. Er sollte sogar deutlich unter 20% liegen, optimal sind 12-15 %, was einer Trocknungsdauer von 2 - 3 Jahren entspricht.
Wenn man die obenstehenden Zahlen analysiert, bedeutet dies, dass in 1000 kg Holz, dass 1 Jahr alt ist, immer noch ca. 350 Liter Wasser enthalten ist, also ca. 200 Liter mehr als zulässig. Damit die Energie, die im Holz steckt genutzt werden kann, muss jedoch zuerst das Wasser verdampft werden.
Eine Badewanne voll Wasser
Zum Vergleich: 200 Liter Wasser, das ist eine große Badewanne voll. Stellt man sich vor, man würde eine Badewanne voll mit Wasser füllen und unter diese Badewanne ein Feuer machen um dieses Wasser zu verdampfen. Welche riesige Holzmenge würde man benötigen, um dies zu erreichen?
Das ist genau die Holzmenge, die unnötig verbrannt wird, wenn zu nasses Holz verfeuert wird. Es spielt keine Rolle wo das Wasser ist, es muss auf jeden Fall zuerst verdampft werden, bevor der Ofen Leistung bringen kann.
Feuchtes Holz senkt den Wirkungsgrad
Durch das Verbrennen von feuchtem Holz sinkt der Wirkungsgrad der Feuerstätte drastisch ab, der Schadstoffgehalt bei der Verbrennung steigt rapide an und es besteht die Gefahr von Glanzrußansatz im Schornstein, was zu einem Kaminbrand führen kann.
Nur mit trockenem Holz, 2 - 3 Jahre draußen an der frischen Luft getrocknet, lässt sich ein wirtschaftlicher und umweltfreundlicher Abbrand erzielen.
Tipp: Mit einem Holzfeuchtemessgerät kann zuverlässig die Restfeuchte des Holzes ermittelt werden. Dazu finden Sie ein kurzes Video unter: Restfeuchte messen
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