Speckstein für Kamine: Entstehung und Abbau

Speckstein: Material für die Ewigkeit

Die Entstehung von Speckstein (Steatit) liegt rund 2,8 Millionen Jahre zurück. Unter hohem Druck und Hitze haben sich die beiden Hauptbestandteile Talk und Magnesit mit anderen Mineralien verbunden. Seit Menschengedenken wird Speckstein als Baumaterial für verschiedene Gegenstände verwendet. Bereits die Wikinger haben aus Speckstein Töpfe, Kochgeschirr und Schmuck hergestellt. 

Je nach Herkunftsregion besitzt der Speckstein unterschiedliche Eigenschaften. Der weichere Speckstein, welcher in Thailand, Australien und Afrika zu finden ist, wird bevorzugt von Bildhauern für künstlerische Arbeiten eingesetzt. Der für Kamine und Öfen von HARK verwendete Speckstein stammt aus den nordischen Ländern sowie aus Brasilien. Er zeichnet sich besonders durch seine Härte aus. Anderer Speckstein ist zu brüchig für eine derartige Verarbeitung und wird aus diesem Grund zermahlen und mit keramischen Beimengungen als Isoliermaterial und zur Arzneimittelherstellung benutzt. Im Kamin- und Kachelofenbau werden die besonders guten Wärmeleit- und Speichereigenschaften des Specksteins genutzt. So können die Heizeinsätze, die bei Kachel- oder Marmorkaminen zum Einsatz kommen mit Speckstein versehen werden. 

Spezialmaschinen zur Bearbeitung

Der Abbau von Speckstein erfolgt in großen Specksteinbrüchen. Dort werden große Stücke mit Spezialsägen aus der Fundstätte herausgeschnitten. Diese mehreren Tonnen schweren Blöcke werden dann, mit speziell umgerüsteten Radladern, in das nahegelegene Sägewerk gebracht. Im Werk verarbeiten vollautomatische Sägen die Rohblöcke weiter. Nachdem die Blöcke in die benötigte Rohform gebracht worden sind, übernehmen CNC-gesteuerte Fräsmaschinen die weitere Feinarbeit.

Hat der Speckstein die vom Kunden benötigte bzw. gewünschte Form, werden die Kanten und Oberflächen geschliffen. Nachdem die Qualität geprüft wurde (Maßhaltigkeit und Güte der Oberflächenbearbeitung) können die Specksteinteile an den Kunden ausgeliefert werden.