Kamin streichen

Wie streiche ich meinen Kamin?

Diese Frage mag auf den ersten Blick vielleicht merkwürdig erscheinen. Aber tatsächlich kann man einen Kamin mit verputzten Schürzen, Sockeln oder Seitenteilen fast immer streichen. Das Schöne daran ist, dass Sie ihm so recht unkompliziert einen neuen Look und eine andere Wirkung verleihen können. Folgende Punkte sollten Sie beachten, wenn Sie Ihren Kamin streichen wollen.

Diese Kamine eignen sich zum Streichen

Theoretisch kann jeder Kamin gestrichen werden. Besonders geeignet sind verputzte Teile oder Betonoberflächen, wie beispielweise bei unseren Systemkaminen aus der Studio-Serie. Diese werden mit drei verschiedenen Oberflächen ausgeliefert:

  • Grundiert: Die Betonoberfläche kommt ab Werk mit einer entsprechenden Grundierung, auf der ein direkter Farbanstrich problemlos möglich ist.
  • Betonoptik: Diese spezielle Optik wird mit einem Spachtelauftrag erzeugt. Diese eigens dafür angefertigte Mischung sorgt für die charakteristische Farbgebung des Betons. Hier ist ein Farbanstrich ebenfalls möglich, sollte man im Laufe der Zeit mal eine andere Farbe haben wollen. Achtung: Einmal gestrichen, ist die Betonoptik nur aufwändig wieder herzustellen.
  • Verputzte Oberfläche: Der Kamin kann auch mit einem Putzauftrag versehen werden. In diesem Fall ist ein Farbanstrich sogar erforderlich.

Alle Systemkamine im Überblick

Kann ich einen gemauerten Kamin streichen?

Alte Kamine sind oft noch massiv gemauert, teilweise aus Sandstein. Auch dieses Material kann gestrichen werden. Es ist mitunter aber recht aufwändig, da die Steine von Natur aus sehr uneben sind und die Vertiefungen nicht immer sofort die Farbe aufnehmen.

Welche Farbe eignet sich fürs Kamin-Streichen?

Wenn Ihr Kamin für einen Anstrich geeignet ist, können Sie zur Tat schreiten. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Grundierung: Eine Vorgrundierung sorgt dafür, dass der Untergrund weniger Farbe aufnimmt und sie so besser haftet bzw. deckt. Gerade bei Natursteinen bekommen Sie so ein besseres Ergebnis.
  • Farbauswahl: Die Farbe muss hitzebeständig sein, damit sie nicht abplatzt. Geeignet sind Farben auf mineralischer Basis. Zum Beispiel Silikatfarbe oder auch Kaliwasserglas. 
  • Anzahl der Anstriche: Wie oft im Anschluss gestrichen werden muss, hängt von der Deckkraft der gewählten Farbe ab. Ein Maler oder die entsprechenden Fachabteilung in Baumärkten können diesbezüglich beraten. 

Ein Extra-Tipp: Wenn es bunt werden soll

Weiße Silikatfarbe ist relativ einfach im Baumarkt zu finden. Wenn es aber farbig werden soll, muss man schon etwas suchen. Online finden Sie beispielsweise auch Voll- und Abtönfarben auf mineralischer oder Silikat-Basis. Am einfachsten ist es, bereits fertig gemischte Farben zu nehmen. Einige Hersteller bieten mineralische Innenfarbe auf Silikat-Basis in verschiedenen Tönen an, die sich ganz einfach mit Rollen oder Pinseln auftragen lassen.

Ein neuer Anstrich kann wahre Wunder wirken und auch die Wirkung eines Kamins verändern. Streichen Sie ihn beispielsweise in derselben Farbe wie die Wände, tritt er im Raum zurück und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Mit einer starken Kontrastfarbe rücken Sie ihn in den Mittelpunkt des Geschehens und unterstreichen ihn als gestalterisches Element. Mit wenigen Pinselstrichen entsteht so ein ganz neues Raumgefühl.

Kachelkamine sind nicht für den Anstrich empfohlen

Aufwändiger und mitunter problematisch ist das Streichen von Kachelkaminen und Kachelöfen. Die teilweise äußerst glatten Flächen der Ofenkacheln benötigen eine spezielle haftintensive Farbe, die aus synthetischen Materialien besteht. Da die Oberflächentemperatur einer Kaminverkleidung bis zu 120° C heiß werden darf, können die synthetischen Stoffe aus der Farbe ausgasen, wenn sie nicht sogar Schaden nehmen. Hier ist also Vorsicht geboten und ein Anstrich in Eigenregie ist nicht zu empfehlen. Wenden Sie sich besser an einen Fachberater, vielleicht ist ein Austausch der Kacheln möglich.

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