Wie streiche ich meinen Kamin?

Diese Frage mag auf den ersten Blick vielleicht merkwürdig erscheinen. Aber tatsächlich können Kamine mit verputzen Schürzen, Sockeln oder Seitenteilen fast immer gestrichen werden. Das Schöne daran ist, dass man seinem Kamin so recht unkompliziert einen neuen Look und eine andere Wirkung verleihen kann. Folgende Punkte müssen Sie dabei beachten:

1. Diese Kamine eignen sich für einen Anstrich

Theoretisch kann jeder Kamin gestrichen werden. Besonders geeignet sind wie eingangs gesagt verputzte Teile oder Betonoberflächen, wie beispielweise bei unserer Studio-Serie. Diese wird mit drei verschiedenen Oberflächen ausgeliefert.

  • Grundiert: Die Betonoberfläche kommt ab Werk mit einer entsprechenden Grundierung, auf der ein direkter Farbanstrich problemlos möglich ist.
  • Betonoptik: Diese spezielle Optik wird mit einem Spachtelauftrag erzeugt. Diese eigens dafür angefertigte Mischung sorgt für die charakteristische Farbgebung des Betons. Hier ist ein Farbanstrich ebenfalls möglich, sollte man im Laufe der Zeit mal eine andere Farbe haben wollen. Achtung: Einmal gestrichen, ist die Betonoptik nur aufwändig wieder herzustellen.
  • Verputzte Oberfläche: Der Kamin kann auch mit einem Putzauftrag versehen werden. In diesem Fall ist ein Farbanstrich sogar erforderlich.

Kann ich einen gemauerten Kamin streichen?

Alte Kamine sind oft noch massiv gemauert, teilweise aus Sandstein. Auch dieses Material kann gestrichen werden. Es ist mitunter aber recht aufwändig, da die Steine von Natur aus sehr uneben sind und die Vertiefungen nicht immer sofort die Farbe aufnehmen.

2. Kachelkamine: Nicht für den Anstrich empfohlen 

Aufwändiger und mitunter problematisch sind Kachelkamine. Die teilweise äußerst glatten Flächen der Kacheln benötigen eine spezielle haftintensive Farbe, die aus synthetischen Materialien besteht. Da die Oberflächentemperatur einer Kaminverkleidung bis zu 120° C heiß werden darf, können die synthetischen Stoffe aus der Farbe ausgasen, wenn sie nicht sogar Schaden nehmen. Hier ist also Vorsicht geboten und ein Anstrich in Eigenregie ist nicht zu empfehlen. Wenden Sie sich besser an einen Fachberater, vielleicht ist ein Austausch der Kacheln möglich.

3. Wie funktioniert der Anstrich und welche Farbe verwende ich?

Ist ihr Kamin für einen Anstrich geeignet, können Sie zur Tat schreiten. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Grundierung: Eine Vorgrundierung sorgt dafür, dass der Untergrund weniger Farbe aufnimmt und sie so besser haftet, bzw. deckt. Gerade bei Natursteinen bekommen Sie so ein besseres Ergebnis.
  • Farbauswahl: Die Farbe muss hitzebeständig sein, damit sie nicht abplatzt. Geeignet sind Farben auf mineralischer Basis. Zum Beispiel Silikatfarbe oder auch Kaliwasserglas. 
  • Anzahl der Anstriche: Wie oft im Anschluss gestrichen werden muss, hängt von der Deckkraft der gewählten Farbe ab. Ein Maler oder die entsprechenden Fachabteilung in Baumärkten kann hier beraten. 

Ein Extra-Tipp: Wenn es bunt werden soll

Weiße Silikatfarbe ist relativ einfach im Baumarkt zu finden. Wenn es aber farbig werden soll, muss man schon etwas suchen. Online finden Sie beispielsweise auch Voll- und Abtönfarben auf mineralischer oder Silikat-Basis. 
Am einfachsten ist es bereits fertig gemischte Farben zu nehmen. Einige Hersteller bieten mineralische Innenfarbe auf Silikatbasis in verschiedenen Tönen an. Beispielsweise Schöner Wohnen mit der Serie „Naturell“. Diese lassen sich ganz einfach mit Rollen oder Pinseln auftragen.

Ein neuer Anstrich kann wahre Wunder wirken und auch die Wirkung eines Kamins verändern. Streichen Sie ihn beispielsweise in derselben Farbe wie die Wände, tritt er im Raum zurück und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Mit einer starken Kontrastfarbe rücken Sie ihn in den Mittelpunkt des Geschehens und unterstreichen ihn als gestalterisches Element. Mit wenigen Handgriffen entsteht so ein ganz neues Raumgefühl – immer wieder.
Viel Spaß bei der Umgestaltung!

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