Die richtige Entlüftung wasserführender Kaminöfen

Nach der Installation wasserführender Kamine oder Kaminöfen müssen diese zunächst regelmäßig entlüftet werden. Da man in diesem Zuge meist auch einen Pufferspeicher in seine Anlage integriert, kommt eine große Menge frisches, sauerstoffreiches Wasser dazu. Im Betrieb wird der Sauerstoff dann nach und nach ausgeschieden und sammelt sich dabei an den jeweils höchsten Punkten im System. Das können Heizkörper sein oder eben auch der Ofen. Da sich Umwälzpumpen in der Regel nicht selbst entlüften, kann sich auch dort Luft sammeln und Betriebsstörungen verursachen. Auch bei intensiver Nutzung des Ofens kann es notwendig sein, das System nach der Installation bis zu drei Monate lang regelmäßig zu entlüften.

Da es sich bei einer Heizungsanlage um ein geschlossenes System handelt, führt das Entlüften aber auch dazu, dass der Anlagendruck nach und nach sinkt. Es ist daher wichtig, speziell in diesem Zeitraum, den Anlagendruck regelmäßig zu prüfen und bei Bedarf zu erhöhen. 

Funktion regelmäßig überprüfen

Wenn die Luft einmal komplett aus dem System heraus ist, kommt theoretisch auch keine neue mehr hinein. In der Praxis gibt es jedoch Betriebssituationen, die dafür sorgen, dass erneut Luft in das System gelangt. In Verbindung mit wasserführenden Kaminöfen oder wasserführenden Heizeinsätzen kann z.B. eine Überschreitung der vorgegebenen Auflagemenge an Holz dazu führen, dass die Wassertasche punktuell zu sieden anfängt (Blasenbildung). Abhängig vom Rohrmaterial und Rohrverbindungen kann durch Undichtigkeiten oder Diffusion Sauerstoff in das System gelangen. In diesem Zusammenhang ist es, gerade bei älteren Anlagen, wichtig, die Funktion der eingebauten Ausdehnungsgefäße regelmäßig zu überprüfen. 

Wann müssen Kamine und Kaminöfen entlüftet werden?

Generell wird ein Entlüften notwendig, wenn im normalen Betrieb z.B. plätschernde Geräusche auftreten. Es ist empfehlenswert in diesem Zuge auch den notwendigen Systemdruck zu kontrollieren. Wird die Heizungsanlage und somit auch der Kaminofen mit zu wenig Wasser und dadurch zu geringem Druck betrieben, kommt es zu Betriebsstörungen.Es kann passieren, dass Heizkörper nicht mehr warm werden. Der wasserführende Kaminofen oder Heizeinsatz überhitzt, weil die Wärme nicht mehr abgeführt werden kann. 

Wo muss die Entlüftungsmöglichkeit installiert werden?

Bei wasserführenden Kaminöfen und Heizeinsätzen ist in der Regel die Möglichkeit gegeben, einen Entlüfter direkt an der Wassertasche zu montieren. Wichtig ist, dass die Entlüftungsmöglichkeiten am Ofen oder Heizeinsatz auch der höchste Punkt sind. Kleinste Unebenheiten im Boden sorgen schon für ein Kontergefälle, mit der Folge, dass die Luft eben nicht mehr über die vorhandenen Entlüfter entweichen kann.

Tipp: Kaminofen kippen

Steht der Ofen schräg und die Leitungen weisen etwas Flexibilität auf, kann man eventuell Abhilfe schaffen, indem man kurzzeitig einen kleinen Keil unter die Rückseite des Kaminofens oder Kamins schiebt. Durch die leichte Neigung kann die eingeschlossene Luft in Richtung Entlüftungsventil fließen und dort abgelassen werden.

Ergänzend zu den Entlüftungsstopfen an den wasserführenden Kaminen oder Kaminöfen ist es sinnvoll, auch die Anschlussleitungen mit Entlüftungsmöglichkeiten zu versehen. Dies wird sogar zwingend notwendig, wenn die Rohrleitungsführung so verläuft, dass die Leitung erst nach oben, dann waagerecht zur Seite und dann wieder nach unten geführt wird. Im waagerechten Teil der Leitung müsste in diesem Fall eine Entlüftungsmöglichkeit vorgesehen werden. Ansonsten würde sich dort ein sogenannter „Luftsack“ bilden, der eine komplette Entlüftung unmöglich macht und so für dauerhafte Betriebsstörungen sorgt.

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