Bundes-Immissionsschutzverordnung - BImSchV

Die 2. Stufe der Bundes-Immissionsschutzverordnung

Mit der novellierten Bundes-Immissionsschutzverordnung („BImSchV“) wurden verschärfte Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid erlassen sowie Anforderungen an den Mindest-Wirkungsgrad von Feuerstätten gestellt. Nach dem Inkrafttreten der ersten Stufe der BImSchV für Errichtungen ab dem 22. März 2010 ist nun die zweite Stufe für Errichtungen am 01. Januar 2015 Inkraft getreten..

Die Hark GmbH & Co. KG steht der Verschärfung der BImSchV durchweg positiv gegenüber, da die von der Firma Hark produzierten und EFA-zertifizierten Feuerstätten schon seit Jahren auf beste Leistungs- und Abgasdaten ausgerichtet sind. Hark sieht die Verordnung als Ansporn, die Entwicklungen zum Schutze der Umwelt immer weiter voranzutreiben.

Der Industrieverband Haus,- Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) hat hierzu eine Mitteilung verfasst, welche Sie in ganzer Länge als PDF herunterladen können. Mehr Informationen finden Sie unter:http://www.hki-online.de

Übersichtstabelle Hark-Feuerstätten BImSchV

Uebersicht BimschV HomepageDer bereitgestellten Übersicht können Sie entnehmen, welche Anforderungen von Ihrer bereits erworbenen Feuerstätte bzw. von der Feuerstätte, die Sie gerne erwerben möchten, erfüllt werden. (Tabelle öffnen)

Die Tabelle ist so aufgebaut, dass zuerst die Feuerstätten aus dem aktuellen Programm (unterteilt nach Kaminöfen, Heizeinsätzen, Kachelofeneinsätzen und Pelletöfen) und danach aus dem ausgelaufenen Lieferprogramm aufgelistet werden.

Am schnellsten finden Sie Ihre (gewünschte) Feuerstätte bei der Eingabe der Bezeichnung in das Suchfeld (alternativ auf der Tastatur „Strg“ gedrückt halten und „F“ drücken).

Sollten Sie einen Nachweis für Ihren Bezirks-Schornsteinfegermeister benötigen, so können Sie unter „Service“ die entsprechende Konformitätserklärung oder Leistungserklärung abrufen.

Information für Bestandskunden:

Sie haben eine Feuerstätte, die vor dem Inkrafttreten der Novelle zur Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) am 22. März 2010 in Betrieb gegangen ist. Sie dürfen diese Feuerstätten aus heutiger Sicht unbefristet und ohne die Nachrüstung von Filtern weiter betreiben, wenn folgende Abgas-Grenzwerte eingehalten werden:

Staub: max. 150 mg/m³ (0,15g/m³) und Kohlenmonoxid (CO): max. 4.000mg/m³ (4g/m³).

Sie können aus der Übersichtstabelle für die meisten unserer älteren Feuerstättenmodelle ersehen, ob die oben genannten Werte bekannt sind und ob damit die Bedingung erfüllt ist. Bei älteren Prüfungen wurde jedoch leider mitunter noch kein Staubwert gemessen, weil dieser Wert damals noch nicht relevant war. In diesem Fall reicht es aus, wenn der CO-Wert bei max. 1.500mg/m³ (1,5g/m³) liegt.

Sollten Sie Ihre Feuerstätte nach Inkrafttreten der 1. Stufe BImSchV in Betrieb genommen haben, so sind strengere Grenzwerte (je nach Feuerstätte, siehe o.g. Schreiben vom HKI) einzuhalten, die aber bei Einhaltung auch zu einem unbefristeten Betrieb führen (= Bestandsschutz).

Ab dem 01.Januar 2015 gilt im Stadtgebiet München eine neue, geänderte Brennstoffverordnung („BStV“). Für Neuanlagen gilt auch hier die 2. Stufe BImSchV. Bei Altanlagen gibt es besondere Bestimmungen:

Altanlagen, die vor Inkrafttreten der BStV am 30. Oktober 1999 in Betrieb genommen wurden, dürfen nur über den 31. Dezember 2018 weiter betrieben werden, wenn die folgenden Grenzwerte eingehalten werden: 40 mg Staub und 1250 mg CO (= Anforderungen der 2. Stufe BImSchV).

Parallel dazu gelten aber weiterhin die Anforderungen der BImSchV. Demnach dürfen Feuerstätten, deren Prüfdatum entweder unbekannt ist oder vor dem 31. Dezember 1974 liegt, nur über den 31. Dezember 2014 hinaus betrieben werden, wenn die Grenzwerte 150 mg Staub und 4000 mg CO eingehalten werden. Feuerstätten, deren Prüfdatum zwischen dem 01. Januar 1975 und dem 31. Dezember 1984 liegt, müssen ebenfalls diese Grenzwerte einhalten. Wenn die Grenzwerte nicht eingehalten werden, droht eine Stilllegung zum 31. Dezember 2017.

Aber selbst wenn die o.g. Feuerstätten die Grenzwerte 150 mg Staub und 4000 mg Kohlenmonoxid (CO) einhalten, so können sie nur bis zum 31. Dezember 2018 weiter betrieben werden. Für eine über diesen Termin hinausgehende Betriebserlaubnis müssen sie dann die strengeren Grenzwerte von 40 mg Staub und 1250 mg Kohlenmonoxid (CO) erfüllen. Wenn die Anlage dabei ausschließlich den Staubgrenzwert überschreitet, besteht die Möglichkeit der Nachrüstung mit einer dem Stand der Technik entsprechenden Staubfilteranlage, wird jedoch der Grenzwert für Kohlenmonoxid (CO) überschritten, muss die Anlage außer Betrieb genommen werden.Von der Altanlagenregelung sind beispielsweise offene Kamine ausgenommen. Genauere Informationen finden Sie auf der Homepage von dem Referat für Gesundheit und Umwelt München:http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Gesundheit-und-Umwelt/Luft_und_Strahlung.html

Abweichend dazu gilt in der Stadt Aachen, dass Bestandsfeuerstätten nach Inkrafttreten der Aachener Festbrennstoff-Verordnung (09. Oktober 2010) nur über den 31. Dezember 2014 hinaus betrieben werden dürfen (= Bestandsschutz), wenn folgende Abgas-Grenzwerte eingehalten werden: Staub: max. 75 mg/m³ (0,075g/m³) und Kohlenmonoxid (CO): max. 2.000mg/m³ (2g/m³).

Liegen gar keine Prüfwerte vor, so besteht eine letzte Chance zum Bestandsschutz. Ihr Schornsteinfeger kann vor Ort eine Messung vornehmen. Wenn die beiden großzügigen Grenzwerte (CO und Staub) bei dieser Messung eingehalten werden, können Sie Ihre Feuerstätte aus heutiger Sicht unbefristet und ohne Zusatzmaßnahmen weiter betreiben.

Sollten die Grenzwerte (über den Prüfbericht/das Typenschild) nicht erfüllt werden, droht die Stilllegung. Der Zeitpunkt der Stilllegung ist abhängig vom Prüfdatum der Feuerstätte (nicht vom Datum der Inbetriebnahme am Aufstellort).

Grundsätzlich ist noch zu beachten: Zieht man mit seiner Feuerstätte um, so sind bei Abnahme des Bezirksschornsteinfegermeisters die aktuellen Grenzwerte der BImSchV oder der o.g. Verordnungen einzuhalten. Ein Bestandsschutz wird damit aufgehoben. Dies gilt natürlich ebenfalls dann, wenn man eine gebrauchte Feuerstätte z.B. bei Ebay erwirbt.

Wenn Sie eine Feuerstätte mit einem Kamineinsatz besitzen, der keine selbstschließende Feuerraumtür (gar keine Tür oder eine Tür ohne Feder) besitzt und als offener Kamin geprüft wurde, fällt Ihre Feuerstätte unter eine Ausnahmebestimmung. Sie darf demnach ohne Rücksicht auf Abgasgrenzwerte unbefristet "gelegentlich" betrieben werden. "Gelegentlich" heißt: 8 Tage je 5 Stunden im Monat. Ein Kamin, der offen betrieben werden kann, bedarf jedoch auch einer ausreichenden Verbrennungsluftversorgung, welche sich fast nie ohne eine größere Luftöffnung ins Freie realisieren lässt.

Information für Neukunden / Interessenten:

Sie haben eine Anfrage zu einer neuen Feuerstätte, die nach dem Inkrafttreten der 2. Stufe der Bundes-Immissionsschutzverordnung („BImSchV“), d.h. nach dem 31.  Dezember 2014, in Betrieb genommen werden soll. Die entsprechenden Grenzwerte (je nach Feuerstätte, siehe o.g. Schreiben vom HKI) müssen eingehalten werden, damit Ihr Schornsteinfeger die Abnahme erteilt. Danach dürfen diese Feuerstätte aus heutiger Sicht unbefristet und ohne Zusatzmaßnahmen betreiben.

Für Feuerstätten, die nach dem 22. März 2010 und vor dem 01. Januar 2015 in Betrieb gehen, gelten die Anforderungen der 1. Stufe BImSchV. Diese Feuerstätten haben danach unbefristeten "Bestandsschutz", sie müssen also nicht nachträglich die Anforderungen der Stufe 2 erfüllen. Abweichend dazu haben beispielsweise die Städte München, Aachen und Düsseldorf die zweite Stufe der BImSchV vorgezogen, so dass schon heute vor der Erst-Inbetriebnahme die strengeren Grenzwerte, die bundesweit sonst erst ab dem 01. Januar 2015 gelten, eingehalten werden müssen.

Wenn Sie eine Feuerstätte mit einem Kamineinsatz erwerben möchten, der keine selbstschließende Feuerraumtür (gar keine Tür oder eine Tür ohne Feder) besitzt und als offener Kamin geprüft wurde, fällt diese Feuerstätte unter eine Ausnahmebestimmung. Sie darf demnach ohne Rücksicht auf Abgasgrenzwerte unbefristet "gelegentlich" betrieben werden. "Gelegentlich" heißt: 8 Tage je 5 Stunden im Monat. Ein Kamin, der offen betrieben werden kann, bedarf jedoch auch einer ausreichenden Verbrennungsluftversorgung, welche sich fast nie ohne eine größere Luftöffnung ins Freie realisieren lässt.

Vorstehende Aussagen sollen einen verkürzten Überblick über aktuelle Anforderungen und Möglichkeiten bieten. Örtliche oder regionale Vorschriften und Betriebseinschränkungen können hier nicht berücksichtigt werden. Dazu kann Ihnen Ihr Bezirksschornsteinfegermeister bei Bedarf sicher Auskunft erteilen. Auch können wir keine Erklärung zu zukünftigen gesetzlichen oder fachlichen Vorschriften abgeben, von denen wir heute noch keine Kenntnis haben.

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