Was tun wenn's brennt? – Alles Wichtige zur Rauchmelderpflicht!

Alles Wichtige über die Rauchmelder und CO-Melder-Pflicht

Rauchmelder Pflicht – Das Wichtigste im Überblick

Ein Wohnungs- oder Hausbrand gilt als eines der schlimmsten Unglücke, welches in einem Haushalt und den Menschen die in ihm Leben passieren kann. Vor allem nachts bleiben Flammen und Rauch zu lange unbemerkt. Feuer und Rauch können sich ungehindert und viel zu schnell ausbreiten.

Um solch einer Situation zuvorzukommen und ein Feuer schnellstmöglich zu bemerken, ist es  mittlerweile Pflicht den Wohnraum mit Rauchmeldern auszustatten. Wie sehen die Regeln genau aus? Welche Rauchmelder sind die richtigen und wo müssen sie angebracht werden?

Neu und Umbauten müssen grundsätzlich mit Rauchmelden ausgestattet werden, hier ist der Eigentümer zuständig, auch bei vermieteten Objekten. Bei Bestandsobjekten ist es Sache des Eigentümers die Rauchmelder ordnungsgemäß zu installieren. Allerdings gibt es bei bestehenden Objekten, je nach Bundesland, unterschiedliche Übergangsfristen, in denen die Rauchmelder entsprechend anzubringend sind.  Wie die einzelnen Bundesländer diese Übergangsfristen regeln und wer sie in welchen Wohnräumen anzubringen hat, geht aus der jeweils gültigen Landesbauordnung hervor. 

Einige grundsätzliche Punkte für Eigenheimbesitzer:

  • Rauchmelder sind in allen Schlafräumen und Kinderzimmern anzubringen.
  • Weiterhin müssen alle Rettungswege (Flure, Treppenhäuser) mit mindestens einem Rauchmelder ausgestattet werden. Bei mehrgeschossigen Treppenhäusern wird pro Geschoss ein Rauchmelder angebracht.
  • Angebracht werden die Rauchmelder vom jeweiligen Eigentümer der Wohnung/des Hauses, auch bei vermietetem Wohnraum.
  • Die Wartung des Rauchmelders übernimmt der Bewohner der Wohnung/des Hauses, auch wenn der Bewohner ein Mieter ist. Wenn der Eigentümer den Wohnraum des Mieters vorschriftsmäßig mit Rauchmeldern ausgestattet hat, ist der Mieter daraufhin zuständig diesen Instand zu halten und zu warten. 

Qualitätsmerkmal Q - Welche Rauchmelder sind die Richtigen?

Eigenheimbesitzer die ihren Wohnraum entsprechend mit Rauchmeldern ausstatten müssen, stehen, nachdem sie die entsprechenden Regelungen ihres Bundeslandes studiert haben, vor der Qual der Wahl. Welcher der im Fachhandel erhältlichen Rauchmelder ist der „Richtige“ bzw. der sicherste für die eigenen Bedürfnisse? 

Orientieren können sich Kunden an dem einheitlichen Qualitätsmerkmal, dem „Q“. Dieses Q ergänzt nicht nur das bekannte CE-Zeichen, es setzt die CE Qualitätsprüfung voraus und ergänzt es durch getestete Attribute wie:

  • Geprüfte Langlebigkeit
  • Höhere Sicherheit vor Fehlalarmen
  • Eine nachgewiesene Lebensdauer von mindestens 10 Jahren

Das Kennzeichen Q lizensiert Hersteller für Rauchmelder, deren Produkte den Anforderungen der vfdb-Richtlinie 14/01 entsprechen. Q-gekennzeichnete Rauchmelder haben zudem auch praktische Merkmale, die vor allem den Bewohnern der Objekte die Wartung und Instandhaltung erleichtern. Wie zum Beispiel:

  • Eine 10-Jahres Batterie die keinen häufigen Batterieaustausch benötigt
  • Eine verbesserte Elektronik der Rauchmelder mit Eigenüberwachung

Einer für alle – alle für einen! Das Prinzip der Funkrauchmelder.

Es brennt im Kinderzimmer, Mama und Papa sitzen im Wohnzimmer und schauen den „Tatort“, ohne den alarmierenden Rauchmelder im Obergeschoss zu bemerken. Eine solche Situation verhindern Funkrauchmelder, die sich gegenseitig alarmieren, sobald einer von ihnen durch Rauch- oder Feuerentwicklung ausgelöst wird.

Das Kinderzimmer ist der Raum im Haus, bei dem es laut Experten am empfehlenswertesten ist einen Funkrauchmelder mit anderen Rauchmeldern im Haus zu vernetzen. Kinder neigen häufig dazu sich bei Gefahr zu verstecken, anstatt die Eltern zur Hilfe zu holen. Wenn diese sich nicht in unmittelbarer Nähe zum Kinderzimmer befinden und somit die Gefahr besteht, dass der Alarm im Gefahrenfall unentdeckt bleibt, sollte mindestens ein weiterer Rauchmelder zusätzlich Alarm schlagen.

Geschmacklos, geruchlos, unsichtbar – Kohlenmonoxid

Entwickelt sich ein Schwelbrand aufgrund dessen sich Kohlenmonoxid ausbreitet, versagen unsere sonst so feinen Sinnesorgane vollkommen wenn es darum geht dieses Gas wahrzunehmen. Ohne einen CO-Melder haben wir keine Chance das geschmacklose, geruchlose und unsichtbare Gas zu erkennen. 

Auch wenn den meisten ist bewusst ist, dass man keinen auskühlenden aber noch glühenden Grill mit in geschlossene Räume nehmen sollte und viele der Meinung sind bei genügend Vorsicht keinen CO-Melder zu benötigen, gibt es doch Gefahren die einem nicht bewusst sind und die daher einen CO-Melder unabdingbar machen. Auch Kaminbesitzer sollten vorsichtig sein! Trotz regelmäßiger Kontrolle durch den örtlichen Schornsteinfeger kann es durch äußere Einflüsse dazu kommen, dass der Schornstein des Hauses verstopft und der Rauch des Kamins nicht richtig abziehen kann. Ein CO-Melder ist im Gegensatz zu klassischen Rauchmeldern nicht verpflichtend, vor allem für Haushalte in denen mit Kaminöfen oder offenen Kaminen geheizt wird, jedoch durchaus zu empfehlen. 

Räume in denen ein CO-Melder sinnvoll ist:

  • Wohnräume in denen ein Kaminofen oder ein Kamin betrieben wird.
  • Heizungsräume bzw. Kellerräume in denen die Gastherme der Zentralheizung steht.
  • Küchen in denen mit einem Gasherd oder einem Holzofen gekocht wird.

Entgegen der häufigen Empfehlung einen CO-Melder in Schlafräumen anzubringen, empfehlen wir oben genannte Räume mit einem Melder auszustatten, welcher zusätzlich über Funkrauchmelder mit weiteren Geräten in Fluren und Schlafzimmern verbunden ist. So wird eine Kohlenmonoxid Entwicklung frühzeitig erkannt und das Signal an Räume weitergegeben, in denen der Alarm auch nachts von den Bewohnern erkannt wird.

Zur Übersicht nochmal die wichtigsten Punkte:

  • Rauchmelder werden von Eigentümern installiert und von den Bewohnern des Wohnraums gewartet – dies ist in Deutschland Pflicht!
  • CO-Melder sind nicht verpflichtend, in Räumen mit Gasthermen, Kaminen oder mit Gas oder Holz befeuerten Küchenöfen jedoch sinnvoll
  • Zu Empfehlen ist es die Rauch- und ggfls. CO-Melder über Funkmelder mit weiteren Geräten im Haus zu verknüpfen

Bei der Anbringung von CO-Meldern ist zusätzlich zu beachten, dass sie sich nicht in der Nähe von Fenstern, Türen oder Ventilatoren befinden. Sie dürfen nicht durch Vorhänge und Möbel verdeckt werden und mindestens 2 Meter Abstand zu Kaminen und Kaminöfen haben. 


Wo werden Rauchmelder und CO-Melder angebracht?

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