Wie spendet der Grundofen langanhaltende Wärme?

Grundofen GOM 2 mit mineralischer Putzoberfläche

Was unterscheidet den Grundofen vom Warmluft-Kachelofen?

Der Grundofen unterscheidet sich vom Warmluft-Kachelofen. Der Warmluft-Kachelofen setzt den überwiegenden Teil seiner Heizleistung in Konvektionswärme um. Der Grundofen strahlt seine Wärme komplett über die Kachelschale ab. Schon beim Anheizen werden die Unterschiede zwischen den Öfen deutlich. Der Warmluft-Kachelofen muss während seiner gesamten Betriebszeit kontinuierlich mit Brennholz befüllt werden. Der Grundofen muss nur einmal – je nach Größe seines Feuerraums – mit circa 15 Kilogramm Brennstoff befüllt werden. Der Ofen wird mit geöffneten Luftöffnungen ungefähr eine Stunde betrieben. Das Holz sollte dann fast vollständig verbrannt sein. Nach diesem sogenannten Zeitbrand wird der Luftregler verschlossen. Die Wärme verbleibt im Ofen und strahlt über mehrere Stunden in den Aufstellraum ab.

Das Innere des Grundofens unterscheidet sich ebenfalls wesentlich von dem des Warmluft-Kachelofens. Der Feuerraum ist komplett aus Schamottesteinen gemauert. Die Heizgase werden anschließend – statt durch Metallrohre – durch sogenannte keramische Züge geführt. Diese laufen durch den gesamten Ofen und sind ebenfalls aus Schamotte gemauert. Dieses besondere Material aus gebranntem Ton verfügt über sehr gute Speichereigenschaften.

Wie wirkt eigentlich Strahlungswärme?

Schamotte nimmt die Wärme langsam auf und speichert sie. Über viele Stunden wird die Wärme dann wieder abgegeben. Die gespeicherte Wärme dringt nach außen an die Kachelschale und erwärmt diese. Die Wärme des Grund-Kachelofens wird also nicht über Warmluftöffnungen abgegeben – sondern über die Oberfläche des Ofens. Die so entstandene Wärme ist eine behagliche Strahlungswärme. Strahlungswärme heizt nicht die Raumluft auf – sondern die im Raum befindlichen Körper. Dazu gehören Wände und Mobiliar. Sie kennen das sicher von der Wintersonne. Auch bei eisiger Luft werden Sie von den Strahlen gewärmt. Bei einer Wolke vor der Sonne verschwindet Ihr Wärmegefühl wieder ganz schnell. Durch diesen Effekt kann ein Grundofen einen Raum schon mit relativ niedrigen Temperaturen beheizen und ein wohliges Raumklima schaffen. Durch das langsame Abgeben der Wärme der aufgeheizten Ofenmasse braucht der Grund-Kachelofen in der Regel nur alle 8 Stunden befeuert zu werden.

Grundofen GOM 1 mit mineralischer Putzoberfläche
Grundofen GOM 1 mit mineralischer Putzoberfläche
Grundofen GOM 1 mit Specksteinverkleidung
Grundofen GOM 1 mit Specksteinverkleidung
Schematische Darstellung eines Grundofens
Schematische Darstellung eines Grundofens

Wir erklären Grundöfen im Video

Wie funktioniert ein Grund-Kachelofen?

Mehrere Punkte unterscheiden den Grund-Kachelofen von einen Warmluft-Kachelofen. Während der Warmluft-Kachelofen einen Teil seiner Heizleistung in Konvektionswärme umsetzt, strahlt der Grundofen seine Wärme komplett über die Kachelschale ab. Schon beim Anheizen werden die Unterschiede zwischen den Öfen deutlich. Der Warmluft-Kachelofen muss während seiner gesamten Betriebszeit kontinuierlich mit Brennstoff befüllt werden, während der Grund-Kachelofen nur einmal mit circa 15 kg (abhängig von der Feuerraumgröße) Brennstoff befüllt wird. Der Ofen wird mit geöffneten Luftöffnungen circa eine Stunde betrieben, bis das Holz fast vollständig verbrannt ist. Anschließend wird die Feuerraumtür luftdicht verschlossen. Die Wärme verbleibt im Ofen und strahlt über mehrere Stunden in den Aufstellraum ab.

Grundofen mit gemauertem Innenleben

Das „Innenleben“ des Grundofens unterscheidet sich ebenfalls wesentlich von dem des Warmluft-Kachelofens: Der Feuerraum ist aus Schamottesteinen gemauert. Die Heizgase werden anschließend nicht durch Metallrohre, sondern durch sogenannte keramische Züge geführt. Diese, ebenfalls aus Schamotte gemauerten Kanäle, laufen durch den gesamten Ofen. Hierbei macht man sich die optimalen Speichereigenschaften von Schamotte, einem Spezialmaterial aus gebranntem Ton, zunutze.

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