Ist Holz eine Alternative zu fossilen Brennstoffen?

Ist Holz eine Alternative zu fossilen Brennstoffen?

Schon immer war die Feuerstelle der Mittelpunkt des täglichen Lebens. Das Feuer vermittelt Geborgenheit und verbreitet behagliche Wärme. Das Knistern und Knacken des glühenden Holzes und die lodernden Flammen, die Schatten zum Tanzen bringen – ein Kaminfeuer hat die Menschen schon immer fasziniert. Auch bei der Erzeugung eines gesunden und angenehmen Raumklimas sind die natürlichen Wärmequellen unschlagbar. Eine herkömmliche Zentralheizung kann bei weitem nicht dieses „Rundum-Wohlgefühl“ vermitteln.

Ist die Verbrennung von Holz umweltverträglich?

Der Wald bereinigt Schadstoffe aus der Luft, speichert Trinkwasser und hat einen positiven Einfluss auf unser Klima. Die Bäume filtern Kohlendioxid aus der Luft und verwandeln es in Sauerstoff, der wiederum lebensnotwendige Grundlage zum Atmen ist. Holz speichert auf natürliche Weise die Energie der Sonne und gibt sie durch umweltverträgliche Verbrennung als wärmende Energiequelle wieder ab. 
Es ist egal, ob das Holz in den Wäldern vermodert oder in geeigneten Holzfeuerstätten verbrannt wird. In beiden Fällen wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wie der Baum zuvor der Atmosphäre entnommen hat. Das freigesetzte Kohlendioxid ist die neue Nahrung für unsere Wälder. Diese geben den Sauerstoff schließlich an unsere Atmosphäre zurück. Der Treibhauseffekt wird also durch das natürliche Heizen mit Holz vermieden. Holz enthält praktisch keinen Schwefel. Das Heizen mit Holz ist demzufolge nicht für den sauren Regen verantwortlich. Holz ist in ausreichendem Maße vorhanden. In deutschen Wäldern wachsen täglich ca. 260.000 Kubikmeter Holz, von dem zur Zeit jedoch nur zwei Drittel genutzt werden.

Wie kann ich mit Holz preiswert heizen?

Aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung bei fossilen Brennstoffen liegt das Heizen mit Holz voll im Trend. Der direkte Kostenvergleich zeigt, dass Holz momentan der mit Abstand preiswerteste gängige Brennstoff ist. Wenn man berücksichtigt, dass eine moderne Holzfeuerstätte die Zentralheizung um bis zu 65 bis 70 Prozent entlasten kann, lassen sich mit Holz gegenüber Heizöl oder Gas bis zu 40 Prozent Heizkosten sparen. Die Kosten für die Anschaffung einer Holzfeuerstätte haben sich also in wenigen Jahren amortisiert.
Zusätzlich werten Sie mit der Anschaffung einer Holzfeuerstätte Ihre Wohnqualität deutlich auf. Sie können zukünftig die kalten Winterabende am wärmenden Kaminfeuer verbringen.

Solar, die sinnvolle Ergänzung

Eine optimale Ergänzung zu den herkömmlichen Energieträgern wie Öl und Gas ist die Kombination einer wasserführenden Holzfeuerstätte mit einer Solaranlage. Zusammen mit einem Pufferspeicher verfügen Sie während des ganzen Jahres über ein effizientes Heizsystem, das den Verbrauch von Öl und Gas auf das notwendigste reduziert. Gönnen Sie Ihrem Heizkessel eine Sommerpause, indem Sie die Sonne für sich arbeiten lassen. Während dieser Zeit kann die Brauchwasserbereitung (Spülen, Duschen, etc.) bis zu 100 % solar bewerkstelligt werden. In der kälteren Jahreszeit kann Ihr wasserführender Kamin oder Kaminofen diese Aufgabe übernehmen oder die Heizungsanlage effektiv unterstützen. Mit der Gewissheit in jeder Betriebsstunde bares Geld zu sparen, werden die Abende vor dem gemütlichen Kaminfeuer zum Vergnügen.

Welches Holz eignet sich zum Heizen?

Grundsätzlich ist jedes naturbelassene Holz zur Verfeuerung in Feuerstätten geeignet. Laubholz ist jedoch Nadelholz vorzuziehen, da es weniger harzhaltig ist und eine längere Brenndauer hat. Wenn Sie Nadelholz verfeuern wollen, empfehlen wir Ihnen, Laub und Nadelholz zu mischen. Ihr Brennholz sollte gut abgelagert sein und eine maximale Restfeuchte von 20 Prozent aufweisen.

Beachten Sie bitte, dass Ihre Feuerstätte keine Müllverbrennungsanlage ist. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz ist die Verbrennung von Hausmüll, insbesondere Kunststoff, verboten. Verbrennen Sie keine beschichteten Holzreste und Spanplatten. Bei deren Verbrennung werden ebenfalls Schadstoffe freigesetzt.

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