Jetzt Gratis-Katalog bestellen und 10% Gutschein sichern.

Anmelden
Konto eröffnen

Sollten in einem Raum mit Feuertsätte Rauchmelder genutzt werden?

Kamin und Rauchmelder

Im Falle eines Wohnungs- oder Hausbrands bleiben Feuer und Rauch vor allem nachts oft zu lange unbemerkt. So können sich die Flammen ungehindert und viel zu schnell ausbreiten. Um ein Feuer schnellstmöglich zu bemerken, besteht in Schlafräumen und Fluren eine Rauchmelder-Pflicht. Wie genau sind die Regeln? Gelten sie auch für Räume mit einer Feuerstätte? Welche Rauchmelder sind empfehlenswert und wo müssen sie angebracht werden?

Rauchmelder-Pflicht – das Wichtigste im Überblick

Neu- und Umbauten müssen grundsätzlich mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Auch bei vermieteten Objekten ist dies die Aufgabe des Eigentümers. Die Übergangsfristen für Bestandsobjekte sind inzwischen in allen Bundesländern abgelaufen, sodass auch hier ein Einbau verpflichtend ist.

Grundsätzlich gilt:

  • Rauchmelder sind in allen Schlafräumen und Kinderzimmern anzubringen.
  • Alle Rettungswege wie Flure und Treppenhäuser müssen mit mindestens einem Rauchmelder ausgestattet werden. Bei mehrgeschossigen Treppenhäusern wird pro Geschoss ein Rauchmelder angebracht.
  • Für die Anbringung ist der Eigentümer der Immobilie zuständig.
  • Die Wartung obliegt dem Bewohner, auch wenn er Mieter ist.

In Wohnräumen gilt mit Ausnahme der Bundesländer Berlin und Brandenburg keine Rauchmelder-Pflicht. Da Feuerstätten wie Kamine und Kaminöfen meistens im Wohnzimmer platziert werden, kann diesbezüglich also kein Konflikt entstehen. Allerdings gilt die Nutzung eines Rauchmelders in einem Raum mit einer Feuerstätte inzwischen als unbedenklich. Aufgrund der sehr geringen Rauchentwicklung ist ein Fehlalarm unwahrscheinlich.

Rauchmelder richtig platzieren

Ein Rauchmelder sollte immer an der Decke, möglichst zentral im Raum angebracht werden. Dabei gilt es einen Mindestabstand von 50 cm zu Wänden oder anderen Gegenständen an der Decke (z. B. Lampen) zu beachten.

Bei der Suche nach geeigneten Rauchmeldern haben Eigenheimbesitzer heute die Qual der Wahl. Eine wichtige Orientierungshilfe bietet das einheitliche Qualitätsmerkmal „Q“. Dieses „Q“ ergänzt das bekannte CE-Zeichen um weitere Tests wie geprüfte Langlebigkeit, höhere Sicherheit vor Fehlalarmen, eine nachgewiesene Lebensdauer von mindestens zehn Jahren.

Funk-Rauchmelder bieten zusätzliche Sicherheit

Es brennt oben im Kinderzimmer, Mama und Papa sitzen unten im Wohnzimmer, ohne den alarmierenden Rauchmelder im Obergeschoss wahrzunehmen. Eine solche Situation verhindern lässt sich mit Hilfe von Funk-Rauchmeldern verhindern. Diese alarmieren sich gegenseitig, sobald einer von ihnen durch Rauch- oder Feuerentwicklung ausgelöst wird.

Das Kinderzimmer ist der Raum im Haus, bei dem es laut Experten am empfehlenswertesten ist, einen Funkrauchmelder mit anderen Rauchmeldern im Haus zu vernetzen. Kinder neigen häufig dazu sich bei Gefahr zu verstecken, anstatt die Eltern zur Hilfe zu holen. Wenn diese sich nicht in unmittelbarer Nähe zum Kinderzimmer befinden und somit die Gefahr besteht, dass der Alarm im Gefahrenfall unentdeckt bleibt, sollte mindestens ein weiterer Rauchmelder zusätzlich Alarm schlagen.

Kohlenmonoxid: geschmacklos, geruchslos, unsichtbar

Entwickelt sich ein Schwelbrand, durch den sich Kohlenmonoxid ausbreitet, versagen unsere sonst so feinen Sinnesorgane vollkommen, wenn es darum geht dieses Gas wahrzunehmen. Ohne einen CO-Melder haben wir keine Chance das geschmacklose, geruchlose und unsichtbare Gas zu erkennen.

Auch wenn den meisten ist bewusst ist, dass man keinen auskühlenden aber noch glühenden Grill mit in geschlossene Räume nehmen sollte und viele der Meinung sind, bei genügend Vorsicht keinen CO-Melder zu benötigen, gibt es doch Gefahren, die einem nicht bewusst sind und einen CO-Melder erforderlich machen. Auch Kaminbesitzer sollten vorsichtig sein! Trotz regelmäßiger Kontrolle durch den örtlichen Schornsteinfeger kann es durch äußere Einflüsse dazu kommen, dass der Schornstein des Hauses verstopft und der Rauch des Kamins nicht richtig abziehen kann. In solchen Fällen schlägt dann der CO-Melder Alarm.

Ein CO-Melder ist im Gegensatz zu klassischen Rauchmeldern nicht verpflichtend, vor allem für Haushalte, in denen mit Kaminöfen oder offenen Kaminen geheizt wird, jedoch empfehlenswert. Bei der Anbringung von CO-Meldern ist zu beachten, dass sie sich nicht in der Nähe von Fenstern, Türen oder Ventilatoren befinden. Sie dürfen nicht durch Vorhänge und Möbel verdeckt werden und sollten mindestens zwei Meter Abstand zur Feuerstätte haben.

Räume, in denen ein CO-Melder sinnvoll ist

  • Wohnräume, in denen eine Feuerstätte betrieben wird.
  • Heizungs- und Kellerräume, in denen die Gastherme der Zentralheizung steht.
  • Küchen mit einem Gasherd oder Holzofen.

Entgegen der häufigen Empfehlung einen CO-Melder in Schlafräumen anzubringen, empfehlen wir oben genannte Räume mit einem Melder auszustatten, welcher zusätzlich über Funkrauchmelder mit weiteren Geräten in Fluren und Schlafzimmern verbunden ist. So wird eine Kohlenmonoxid Entwicklung frühzeitig erkannt und das Signal an Räume weitergegeben, in denen der Alarm auch nachts von den Bewohnern erkannt wird.

  • Fachberatung per WhatsApp und Chat
  • Über 60 Studios bundesweit
  • Bequeme Beratung per Telefon

Sie haben Fragen?

Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Sie interessieren sich für unsere Produkte?

Vor Ort oder per Katalog.